Aktuelle Presse

Wissen hilft schützen

BLICK vom 12. Juni 2013

Von Ilka Ruck

 

Erzgebirge. Das erneute Hochwasser hat gezeigt, dass der Mensch weitaus mehr auf die Natur achten und sie verstehen muss. Dazu gehört vor allem auch die Artenvielfalt. Das Naturschutzzentrum Erzgebirge in Dörfel hat es sich auf die Fahne geschrieben, speziell über die Artenvielfalt aufzuklären und nimmt mit einer binationalen Aktion am nunmehr 15. Geo-Tag teil. Dazu lädt Geschäftsführerin Claudia Pommer ein: „Unser Geo-Tag startet am 17. Juni und findet im Bereich „Kastanka“, dem alten Esskastanienhain im tschechischen Zoopark Chomutov statt. Naturinteressierte aus beiden Ländern begegnen sich hier, um Tiere und Pflanzen des Lebensraumes Altbaumbestand zu entdecken und zu dokumentieren. Dabei muss man nicht unbedingt Artenspezialist sein. Mitmachen können alle, die sich für Natur und Naturschutz interessieren.“ Getreu der Leitidee des Geo-Tages „Nur das, was wir kennen, werden wir auch achten und schützen.“, dürfte der Tag nicht nur spannend, sondern vor allem sehr lehrreich werden. Denn im Kastanienhain im Zoopark Chomutov wachsen die ältesten Esskastanienbäume Tschechiens. Im 17.Jahrhundert von Jesuiten begründet, besteht der Hain aus geschützten, zirka hundertjährigen Bäumen. In den Höhlen dieser Bäume leben auch die bedrohten Käfer-Arten Eremit und Hirschkäfer. Treff für den kostenfreien Bustransfer nach Tschechien am 17. Juni ist 9 Uhr an der Herberge des Naturschutzzentrums Erzgebirge in Dörfel. Rückkehr ist gegen 17 Uhr im Naturschutzzentrum. Ein kostenloses gemeinsames Mittagessen sowie eine erlebnispädagogische Begleitaktion sind geplant. Infos und Anmeldungen unter Tel.: 03733 5629-0.

Naturfreunde erkunden Kastanienhain

 

Freie Presse – Blick nach Böhmen vom 10. Juni 2013

Von Petra Kaden

 

Der Geo-Tag der Artenvielfalt gilt als die größte Forschungsaktion in ganz Mitteleuropa. Vielerorts stehen seltene Tier- und Pflanzenarten im Fokus. So auch erstmals im Zoo von Komotau/ Chomutov.

 

Komotau/ Chomutov – Osmoderma eremita ist ein scheuer Zeitgenosse. Als Lebensraum bevorzugt er morsches Holz alter Laubbäume, in denen sich der Käfer eine warme Höhle sucht und vom mulmigen Substrat seines Domizils ernährt. Nur selten lässt er sich blicken. Daher ist sein deutscher Name quasi Programm: Der Eremit lebt als tierischer Eigenbrötler.

Gut möglich, dass einer der Gründe dafür sein strenger Eigengeruch ist. Im Tschechischen nennt man ihn den „Stinkenden Braunen“. Dem Käfer sowie anderen seltenen Tieren und Pflanzen sind die Teilnehmer des diesjährigen Geo-Tags der Artenvielfalt auf der Spur, der am 17. Juni unter anderem in den Zoopark nach Komotau/ Chomutov lockt. Das Naturschutzzentrum Erzgebirge mit Sitz in Dörfel bei Schlettau bietet eine Exkursion dorthin an, wo Eremit und Hirschkäfer in einem geschützten Refugium leben. Im Zoo von Chomutov wachsen Tschechiens älteste Esskastanienbäume. Der Hain namens Kaštanka wurde im 17. Jahrhundert von Jesuiten begründet. Die Baumriesen sind aufgrund ihres hohen Alters von teils mehr als 100 Jahren und ihrer Größe bemerkenswert. Zudem gilt der zwei Hektar große Kastanienhain als der nördlichste Bestand in Europa, der noch Früchte hervorbringt.

Ines Schürer rührt fleißig die Werbetrommel für den Geo-Tag der Artenvielfalt. „Eine Mitmachaktion für alle, die sich für Naturschutz interessieren“, sagt die Mitarbeiterin des Naturschutzzentrums Erzgebirge, das am 17. Juni die Exkursion in den Zoopark im Nachbarland organisiert. Fachlich begleitet wird die Gruppe der Neugierigen von Botanikern, Entomologen und Vogelkundlern. Gearbeitet wird vor Ort in zwei Gruppen, die in dem weitläufigen Areal Tiere und Pflanzen im wahrsten Sinne des Wortes unter die Lupe nehmen, den Bestand ermitteln.

Zum 15. Mal findet der Tag der Artenvielfalt statt, der als größte Feldforschungsaktion in Mitteleuropa gilt. Dabei steht neben der Abenteuerlust der Teilnehmer auch ernsthafte Wissenschaft im Mittelpunkt. So entstehen Artenlisten, die im Internet veröffentlicht werden und somit der Forschung zugänglich gemacht werden. „Auf diese Weise ist es in der Vergangenheit gelungen, verschollen geglaubte Arten neu zu entdecken“, berichtet Schürer und ergänzt: „Mit der Exkursion wollen wir erreichen, dass Bekanntes und Alltägliches unter einem anderen Blickwinkel betrachtet wird – und die Teilnehmer den Wert der heimischen Natur erkennen.“ Sozusagen mit der Nase in der Wiese auf Entdeckungstour zu gehen, sei stets spannend. „Es gibt bestimmt auch dieses Jahr so manche Überraschung.“

Der Geo-Tag der Artenvielfalt trägt das Leitmotto „Nur das, was wir kennen, werden wir auch achten und schützen“. Ins Leben gerufen von der Zeitschrift „Geo“ erfährt er Hilfe von namhaften Stiftungen und ist in Deutschland schon sehr populär. Anders in Tschechien, wo der Aktionstag im Zoopark Chomutov die erste und einzige Veranstaltung dieser Art ist. Das soll sich ändern. Auch deswegen engagiert sich das Naturschutzzentrum Erzgebirge mit der Exkursion zum Esskastanienhain. Das Ganze läuft über das binationale Ziel-3-Projekt Pestrý-Bunt.

Naturschützer leisten Nachsorge im Ehrenamt

 

Freie Presse – Blick nach Böhmen, 24. April 2013

Von Petra Kaden

 

Der Verein Pestry-Bunt führt die Arbeit eines Ziel3-Projektes fort, wenn die Förderperiode endet. Dafür engagieren sich Umwelt-Freunde aus Sachsen und Tschechien.

 

Dörfel – Naturschutz bedeutet in der Praxis viel Arbeit. Auch theoretische Kenntnisse sind unabdingbar, wenn es um den Erhalt von bedrohten Lebensräumen geht. Beides ist Bestandteil des aktuellen Ziel3-Projektes „Pestry-Bunt“, das nach dem Ende der Förderperiode aber nicht im Sande verlaufen soll. Deshalb haben Naturschützer aus Deutschland und Tschechien vor wenigen Tagen den Verein Pestry-Bunt gegründet.

Die offizielle Zeremonie erfolgte in den Räumen des Naturschutzzentrums Erzgebirge im Schlettauer Ortsteil Dörfel. Leiterin Claudia Pommer betont dabei, wie wichtig die bisher geleistete Arbeit im Zuge des Projektes ist – und nannte im gleichen Atemzug Ziele, die es noch zu verwirklichen gilt und denen sich die Vereinsmitglieder verschrieben haben. Die biologische Vielfalt in der Erzgebirgsregion soll verbessert werden. Dazu sind Arbeitseinsätze und Exkursionen nötig. Letztere natürlich auch mit Gästen, um der breiten Öffentlichkeit Wissenswertes über Flora und Fauna zu vermitteln und sie auf diese Weise für den Naturschutz zu sensibilisieren.

„Es gibt einen Riesenbedarf an praktischer Naturschutzarbeit“, sagte Claudia Pommer. Daher auch die Idee für den Verein. „Auf dieser Basis können wir erfolgreich begonnene Projekte nach dem Ende des Förderzeitraums im März kommenden Jahres weiterführen und die nötigen Mittel beantragen. Außerdem gibt es eine ganze Reihe von Ideen, die wir in Zukunft gern realisieren würden.“ Dazu zählt das Anlegen einer Kartei von ehrenamtlichen Naturschutzhelfern, eine Vortragsreihe und der grenzübergreifende Austausch von Fachliteratur. Bewährtes – wie die Zusammenarbeit mit dem Regionalmuseum Komotau/ Chomutov – soll nach Pommers Worten beibehalten werden. Auch die langjährigen Partner, die Schola Humanitas in Oberleutensdorf/ Litvínov sowie die Naturschutzorganisation Fergunna in Teplitz/ Teplice, gehören zu den Mitstreitern im neu gegründeten Verein. Wie sensibel und schutzbedürftig zahlreiche Naturstandorte diesseits und jenseits der Grenze sind, wollen die Mitglieder künftig noch deutlicher als bisher öffentlich machen. „Wir wünschen uns für die Vereinsarbeit eine möglichst breite regionale Akzeptanz“, so Pommer mit Blick auf den Rückgang der Artenvielfalt und den drohenden Verlust ökologisch wertvoller Lebensräume beiderseits des Erzgebirgskamms. Wer die oft verborgenen Schönheiten in der heimischen Natur kennen lernen will, ist bei den Exkursionen „Erzgebirgische NaTouren“ richtig. Auskünfte dazu und zum Verein Pestry-Bunt gibt es im Internet. www.pestry-bunt.eu

 

Tschechien als Partner

Das Naturschutzzentrum Erzgebirge im Schlettauer Ortsteil Dörfel befindet sich auf der Flur des Altkreises Annaberg. Geboten werden seit 1995 praktischer Naturschutz und Umweltbildung – stets im Zeichen der Vielfalt der erzgebirgischen Naturräume. Es gibt viele Projekte, Vorträge, Kräuterwanderungen, Kreativangebote, Seminare und Jugendcamps. Meist mit tschechischer Beteiligung oder mit Partnern aus Böhmen. In der Theorie werden Wissen und Werte vermittelt. In der Praxis gibt es etwa Arbeitseinsätze in der Landschaftspflege sowie zum Arten- und Biotopschutz.

"Für uns soll Grün bunt sein"

Verein Deutsch-tschechische Naturschutzexperten arbeiten zusammen

 

BLICK regional vom 17. April 2013

Von Ilka Ruck

 

Es ist geschafft. Am Freitag wurde der deutsch-tschechische Verein „Pestry-Bunt. Verein der Freunde zur Förderung der biologischen Vielfalt in der Region Erzgebirge/ Krusne hory“ durch deutsche und tschechische Naturfreunde gegründet. Claudia Pommer, die Geschäftsführerin des Naturschutzzentrums Erzgebirge ist zugleich die Vorsitzende des neuen Vereines. Sie erklärte: „Unter dem Motto „Grün soll bunt sein“, will der Verein als wesentlichen Punkt die freundschaftlichen Begegnungen tschechischer und deutscher Naturfreunde fördern. Alle gemeinsamen Veranstaltungen werden zweisprachig sein. Ein weiteres Ziel ist, die erzgebirgstypischen Voraussetzungen in der Region zu erhalten und neue Lebensräume zu schaffen. Weiterhin geht es um die Unterstützung nachhaltiger Entwicklung in der Region, aber auch darum, eine Plattform für den Informationsaustausch zwischen deutschen und tschechischen Naturschutzexperten zu bieten.“ Der Verein ist für Naturinteressierte aller Altersgruppen offen. Daher ist die Mitgliedschaft breit gestaffelt. Ziel ist ebenfalls, gemeinsam Wege zu finden und Visionen zu entwickeln. „Die Herausforderungen sind groß und das Umsetzen wird nicht leicht werden. Doch wir rühren nicht mehr im eigenen Saft, sondern können durch Austausch neue Ideen umsetzen und neue Gebiete erschließen“, betont Claudia Pommer und sagte: „Für mich ist biologische Vielfalt eine Lebensversicherung überhaupt und die Bestätigung, dass wir Mensch sind.“ Zur Umsetzung der Ziele wird es weitere Exkursionen im jeweiligen Nachbarland, Fachaustausch und Vorträge geben. Großer Bedarf besteht bei den praktischen Naturschutzeinsätzen. Demnächst sind Renaturierungsarbeiten an Flussgewässern geplant und hier wird jede Hand gebraucht. www.naturschutzzentrum-erzgebirge.de

 

Gespann hilft biologischer Vielfalt über Grenzen hinweg

FREIE PRESSE Ausgaben Annaberg, Stollberg, Chemnitz vom 10. bzw. 13. Dezember 2012

Von Anna Neef

 

Ein binationales Projekt des Naturschutzzentrums Erzgebirge ist mit einem Preis bedacht worden. Federführend in der Arbeit sind zwei Frauen - eine aus Deutschland und eine aus Tschechien

 

DÖRFEL – Eine Million Euro schwer ist ein deutsch-tschechisches Vorhaben, das jetzt als offizielles und somit als Vorzeigeprojekt der UN-Dekade „Biologische Vielfalt“ geehrt wurde. Drei Partner arbeiten zusammen: das Naturschutzzentrum Erzgebirge im Schlettauer Ortsteil Dörfel, der Naturschutzverein Fergunna aus Teplitz/ Teplice und eine Umweltschule in Oberleutensdorf/ Litvínov.

Es handelt sich ums Projekt „Pestrý-Bunt: Freunde für biologische Vielfalt im Erzgebirge/ Krušné Hory“. Betreut wird es von Ines Schürer und Olga Holcová. Die Frauen sitzen aber nicht nur an ihren Schreibtischen, die sich gegenüber stehen. Zu beackern gibt es drei Arbeitsfelder. Etwa die praktische Naturschutzarbeit. „Wir renaturieren auf tschechischer Seite Fließgewässer, kümmern uns um Bergwiesen“, sagt Schürer. Weiteres Ziel: das Wiederansiedeln des Holunderknabenkrautes. „Es ist im deutschen Erzgebirge verschollen, aber auf böhmischer Flur noch da. Dieses Jahr übertrugen wir Saatgut – und hoffen, dass bald wieder etwas wächst.“ Hinzu kommt die Renaturierung von Mooren. Jedes Mal sind Gruppen mit deutschen und tschechischen Helfen im Einsatz.

„Das verbindet“, so die Diplombiologin, die seit 1997 im Naturschutzzentrum arbeitet. Ihre Kollegin Olga Holcová muss in der freien Natur wenig dolmetschen. „Die Arbeit läuft ohne viele Worte.“

Die 28-Jährige, die aus Ostrau/ Ostrava stammt, nennt das zweite Standbein des Projekts: Umweltbildung. Klingt trocken, ist es aber keineswegs. „Es gibt Forscherwochen, Camps, Wettbewerbe und vieles zu den Themen wie Wald und Wasser.“ Jugendliche aus beiden Ländern absolvieren gemeinsame Exkursionen. „Das klappt gut“, so Holcová, die Germanistik studierte und im Mai 2011 zu den ersten ihrer Landsleute gehörte, die den geöffneten Arbeitsmarkt der EU nutzten. Längst wohnt und lebt die junge Frau in Annaberg-Buchholz.

Säule Nummer 3 bei „Pestrý-Bunt“: die Öffentlichkeitsarbeit als Werbetrommel, um neue Mitstreiter zu gewinnen. „Dazu gehören die beliebten NaTouren, die klasse angenommen werden“, so Schürer. Vier solche Wanderungen gibt es pro Jahr. Sie führen beiderseits der Grenze in abgelegene Gebiete. Weiteres Angebot: Der Geotag der Artenvielfalt. „Dabei entdeckten wir zuletzt sechs Frauenmantelarten und eine seltene Hummel“, berichtet Holcová. Zudem gibt es eine zweisprachige Wanderausstellung, die derzeit in Litvínov gastiert und noch weitere Stationen wie Aussig/ Ústí nad Labem und Dresden vor sich hat.

Die engagierte Arbeit der Frauen trägt Früchte. So gedeiht das Zusammenwirken mit dem Verein Nordböhmische Botaniker aus Komotau/ Chomutov bestens. „Wir brauchen Partner, da Naturschutz eine langfristige Sache ist und nicht endet, nur weil ein Projekt ausläuft“, sagt Schürer und fügt noch eine Erfolgsmeldung hinzu: So soll 2013 ein deutsch-tschechischer Verein entstehen. „Viele, die jetzt schon zusammenarbeiten, sind Freunde geworden“, so Holcová. „Man braucht einen langen Atem. Manche Ergebnisse sind erst in einigen Jahren sichtbar – aber die Geduld zahlt sich aus.“

 

Biologische Vielfalt geht alle an: Projekt soll Menschen für die Natur begeistern

 

Die Auszeichnung des Projektes „Pestrý-Bunt“ fand innerhalb der Aktivitäten zur UN-Dekade „Biologische Vielfalt“ statt, die von den Vereinten Nationen für den Zeitraum 2011 bis 2020 ausgerufen wurde. Ziel der Dekade: den Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten.

In diesem Zusammenhang soll das gesellschaftliche Bewusstsein gefördert werden. „Biologische Vielfalt“ steht für das gesamte Spektrum des Lebens auf der Erde. Ziel: Menschen für die Natur und deren Schutz begeistern. Ehrungen wie jene für „Pestrý-Bunt“ sollen helfen, weitere Leute zum Mitmachen zu bewegen.

 

Für bunte Vielfalt ausgezeichnet

BLICK vom 10. November 2012 

Von Ilka Ruck

 

Da konnte Claudia Pommer, Geschäftsführerin des Naturschutzzentrums Erzgebirge (Foto Mitte) nur noch strahlen. Schließlich passiert es selten, dass ein Projekt so hochrangig ausgezeichnet wird. Doch die Ehre gebührt dem Zentrum nicht allein. Gemeinsam mit den tschechischen Partnern, dem Naturschutzverein Fergunna Teplice und der Schola Humanitas Litvínov gestalten die Naturschützer das Ziel3-Projekt „Pestrý-Bunt. Freunde für biologische Vielfalt im Erzgebirge/ Krušné hory“. Die Auszeichnung zum UN-Dekade-Projekt durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt erhielten sie für ihr großes Engagement. Überreicht wurde die Urkunde von Hartmut Schwarze (l.) vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft. Er sagte: „Unser Dank geht an alle, die sich eingesetzt haben. Die Einzigartigkeit der Kulturlandschaft ist über Jahrhunderte entstanden, doch leider ist sie heute nicht mehr wirtschaftlich. Deshalb bedarf es engagierter Menschen.“ Mehr auf Seite 3  


Wir wollen Köpfe und Herzen erreichen

Naturschutz Biologische Vielfalt fängt bei der Streuobstwiese an

 

Wenn man als vorbildliches  Projekt der Weltdekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet wird, dann steckt eben neben Engagement und Ideenreichtum auch sehr viel Optimismus dahinter. Denn immerhin erfolgte die Bewertung für das deutsch-tschechische Projekt „Pestrý-Bunt. Freunde für biologische Vielfalt im Erzgebirge/ Krušné hory“ durch eine bundesweite Fachjury. Die Auszeichnung wird an Projekte verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen. Und genau das tut das Naturschutzzentrum Erzgebirge und seine tschechischen Partner auf vielfältige Art und Weise. Dazu erklärt Claudia Pommer als Geschäftsführerin des Naturschutzzentrums: „Projektschwerpunkte sind neben praktischen Naturschutz-Maßnahmen auf der deutschen und tschechischen Seite des Erzgebirges beispielsweise die Renaturierung von Bergwiesen und Fließgewässern, die Entwicklung von Standorten für vom Aussterben bedrohte Pflanzenarten und vor allem die Umweltbildungsarbeit im Jugendbereich.“ Außerdem gibt`s eine vielgestaltige Öffentlichkeitsarbeit zur Sensibilisierung der heimischen Bevölkerung beider Länder für die einzigartige Naturausstattung der Region und ihre schützenswerten Besonderheiten. „Natur ohne Grenzen – dies wird in diesem Projekt wortwörtlich umgesetzt,“ betont Angela Krumme, Mitarbeiterin der Geschäftsstelle der UN-Dekade Biologische Vielfalt. „Die ´Erzgebirgischen NaTouren’ bringen interessierte Bürger beider Länder auf erlebnisorientierte Art zusammen. Im Rahmen von binationalen Schülerwettbewerben, Forscherwochen, Praktika und Camps werden auch Jugendliche spielerisch mit der Vielfalt ihrer Heimat vertraut gemach. Ein schönes nachahmenswertes Projekt, das die Menschen untereinander und mit der Natur verbindet und die Auszeichnung voll verdient.“  

Arnika
Arnika
Schwarzspecht, Datel černý
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Holunder-Knabenkraut, Prstnatec bezový
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