23. März 2012          
Vom Bogenschießen und Turm bauen-
Resümee der Winterolympiade im Naturschutzzentrum

Dank bestem Wetter und warmen Temperaturen passte der Begriff „Winterolympiade“ nicht so recht ins Bild des sonst so verschneiten Erzgebirges. Die Sonne schien, alle Teilnehmer hatten beste Laune und eine große Portion Ehrgeiz im Gepäck, um bei der Winterolympiade einen begehrten Platz für das im Mai anstehende „Spezialistentreffen“ zu ergattern.

Nach einer lustigen Kennenlernrunde und erstem Kontakt mit dem jeweiligen Landesnachbarn ging es „ans Punkte erobern“. Bei der Stockreise mussten die Teilnehmer ihr Reaktionsvermögen und Geschick unter Beweis stellen, um ihrer Gruppe erste Punkte aufs Konto zu zaubern. Danach splittete sich die große Menschenkette auf vier Stationen auf, in denen es auf Geschicklichkeit, Köpfchen, Kreativität und Teamgeist ankam. In den nächsten zwei Stunden herrschte rege Betriebsamkeit auf dem ganzen Gelände des Naturschutzzentrums. Begeistert wurde mit einem Bogen geschossen, Tauben gestaltet und bemalt, ein mannshoher Turm nur aus Papier gebastelt und zu guter Letzt ein Quiz beantwortet, bei dem Fragen rund um das Thema Erzgebirge und Wasser die grauen Zellen zu Höchstleistungen antrieb.

Nach diesem Stationsmarathon konnte dann jeder beim gemütlichen Abendessen sich etwas entspannen und den Kontakt zu seinen deutschen oder tschechischen Nachbarn suchen. Durch zwei Dolmetscher war das kein Problem.

Nach dieser kleinen Pause kam es dann zum großen Showdown in Form der Siegerehrung. Jeder Teilnehmer bekam ein kleines Präsent überreicht und jeweils drei Gruppen beider Länder dürfen sich auf das Spezialistentreffen im Mai freuen. Auch dort wird die Teilnehmer mit Spiel, Spaß und guter Laune ein unvergessliches Erlebnis erwarten.


26. März 2012          
Auftaktveranstaltung zur Renaturierungsmaßnahme
„BUNT statt Einheitsgrün“ im Naturschutzzentrum Erzgebirge bzw. im NSG „Rauschenbachtal“

Die Projektpartner Naturschutzzentrum Erzgebirge und Fergunna Teplice fanden sich am 26. März 2012 gemeinsam mit Behördenvertretern zusammen, um die im Rahmen der Revitalisierungsmaßnahme „BUNT statt Einheitsgrün“ notwendigen Maßnahmen durchzusprechen und zu diskutieren. Am Anfang stellte Herr Jürgen Teucher die Maßnahmefläche im NSG „Rauschenbachtal“ vor. Erklärtes Ziel ist, in dem Naturschutzgebiet, das gleichzeitig auch NATURA 2000-Gebiet ist, einen artenarmen Zittergrasseggen-Dominanzbestand in eine artenreiche Bergwiese zu überführen.

Als naturschutzfachliche Zielart wurde dabei die schöne Perücken-Flockenblume (Centaurea pseudophrygia) genannt, die stellvertretend für andere Bergwiesenarten stehen soll. Es wurden verschiedene Methoden vorgestellt, die zur Revitalisierung geeignet erscheinen.


Nach der Theorie folgte dann die praktische Anschauung vor Ort. Bei schönstem Frühlingswetter musste festgestellt werden, dass die Zittergras-Segge (Carex brizoides) wohl ein harter „Gegner“ sein wird: ein dichtes undurchdringliches Wurzelgeflecht durchzieht den Wiesenbereich und lässt kaum Platz für andere Pflanzenarten. Gemeinschaftlich wurde festgelegt, die anhaltend trockene Witterung zu nutzen, um den Oberboden mit entsprech-enden Geräten tiefgründig zu lockern und dabei das Wurzelgeflecht zu unter-brechen. Danach soll möglichst bei feuchten Wetter Heusaat (Heublume) aufgebracht werden – und dann heißt es abwarten, ob und was keimt und sich gegen den Konkurrenzdruck der Zittergras-Segge durchsetzen kann. Das Ergebnis ist offen!

Arnika
Arnika
Schwarzspecht, Datel černý
Schwarzspecht, Datel černý
Holunder-Knabenkraut, Prstnatec bezový
Holunder-Knabenkraut, Prstnatec bezový